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gvSIG & FOSS in der Praxis in München

Zum ersten Mal fand am 3.2.2010 in München eine Infoveranstaltung mit dem Titel „gvSIG und FOSS in der Praxis“ statt.
Dazu waren Experten renommierter Firmen aus dem OpenSource-Bereich vertreten, die in praxisorientierten Workshops ihre Produkte präsentierten.

Nach der Begrüßung durch Ulrich Steiner (CSGIS) wurden durch José Canalejo (CSGIS) und Ruth Schönbuchner (CSGIS) die Neuerungen der gvSIG- Version 1.9, die seit Dezember 2009 zum Download bereitsteht, vorgestellt.
Toni Pignataro (WhereGroup) gab den Auftakt zum Thema “gvSIG und Interoperabilität” mit einem Workshop “gvSIG, PostgreSQL und Mapbender“, wobei anschaulich gezeigt wurde, wie PG-Tabellen mit der gvSIG- Erweiterung „Publikation OGC“ in dem WebGIS- Client „Mapbender“ zur Veröffentlichung im Netz präsentiert werden können.
Eine ähnliches Konzept bieten die OpenSource- Produkte „GeoExt“ und „GeoServer“, die durch Andreas Hocevar (OpenGeo) vorgestellt wurden. Die Erweiterung „Publikation OGC“ lässt sich in Verbindung mit dem „Geoserver“ durchführen. Die daraus resultierenden WMS/WFS- Dienste können anschließend mit dem JS-basierten Framework „GeoExt“ weiterverarbeitet werden, mit welchem performante und einfach zu bedienende Webapplikation erstellt werden können.
gvSIG bietet eine Erweiterung zur Editierung von Metadaten. Mit Hilfe von Geonetwork Opensource steht ein fortschrittlicher und standardisierter Metadatenkatalog zur Verfügung, der die Verwaltung und Veröffentlichung von Metadaten über einen Catalog Service möglich macht. Dieses Zusammenspiel wurde von David Arndt (Geoinformation und Planung) präsentiert, der extra aus Tübingen nach München angereist ist.

Victor Olaya (Sextante Geospatial Services) demonstrierte die freie Software Sextante, die als Erweiterung zu gvSIG 1.9 zur Verfügung steht. Nutzt man die bereits in Sextante implementierten Algorithmen, in Verbindung mit WPS- Funktionalität und Einbindung weiterer Module aus der freien GI-Software „GRASS“, so stehen ca. 600 Funktionen zur Vektor- und Rasterdatenanalyse in gvSIG zur Verfügung.
Zuletzt präsentierte Francisco Penarrubia (Software Colaborativo) eine Erweiterung zur Netzwerkanalyse, die in der aktuellen Version neue Funktionen, wie „Closest Facility“, „OD-Matrix“ oder „Service Area“ zur Verfügung stellt. Die Erweiterung wird derzeit für die Arbeit mit Wassernetzwerken zur Sicherung der Wasserversorgung in Uganda, Afrika angepasst.

Abschluss bildete ein gemütlicher Umtrunk in einer traditionell bayrischen Gaststätte, wo man Zeit fand, rege weiter zu diskutieren, um weitere „Interoperabilität“ zu finden.
Besonders erfreulich war die Teilnahme eines Vertreters aus Kampala, der den weiten Weg aus Afrika zu dieser Veranstaltung in München auf sich genommen hat.

Wir freuen uns schon auf die nächste Veranstaltung!

CSGIS

Alle Vorträge, sowie Informationen zu den Verschiedenen Produkten finden Sie auf der Webseite von CSGIS www.csgis.de!